Kreativspieler für die Offensive
Björn Bombis wechselt zurück an die Unterweser
Während Fans und Offizielle der Fischtown Pinguins weiterhin auf einen positiven Ausgang in Sachen „Ligendiskussion“ hoffen, hat ein prominenter Neuzugang bereits eine Entscheidung „Pro Pinguine“ getroffen. Egal in welcher Liga - der gebürtige Berliner Björn Bombis will ab September in den Farben des Bremerhavener Traditionsvereins auflaufen und mithelfen, den Klub aus der Seestadt wieder in die Erfolgsspur zu bringen.
Der am 30. September 1982 in Berlin geborene Bombis zog mit seinen Eltern im Alter von sieben Jahren nach Hannover. Dort schloss er sich dem damaligen EC Hannover an, wo er schon früh in den „heiligen Hallen“ des Eisstadions am Pferdeturm erkennen ließ, dass mit ihm ein wahres Talent heranreifen würde. Im Alter von 11 Jahren wechselte er zurück in seine Heimatstadt Berlin. Bei den Eisbären durfte er die bundesweit bekannte hohe Schule des Eishockeys besuchen. Hier spielte er mit den in Bremerhaven ebenfalls bestens bekannten Spielern Bastian Steingroß und Danny Pyka zusammen. Nach seiner Zeit bei den Hauptstädtern verschlug es den ehrgeizigen Berliner in die Oberpfalz. In Ostbayern spielte er mit dem EV Weiden in der 1. Tschechischen Juniorenliga. Nach Ende der Saison absolvierte er das Sommertraining und die Vorbereitung beim tschechischen Extraligisten Keramica Pilsen. Zum Saisonbeginn wechselte er dann jedoch in das Juniorenteam von Becherovka Karlsbad. Nach einem weiteren sehr anspruchsvollen und lehrreichen Jahr „tschechischer Schule“ nahm er ein Engagement beim EHC Freiburg an, wo er zwei Spielzeiten der schwarzen Hartgummischeibe hinterher jagte. Nach ersten Engagements in der DEL bei den Hannover Scorpions, den Nürnberg Ice Tigers und den Hamburg Freezers, wechselte Bombis zu Beginn der Saison 2006/2007 von den Hannover Scorpions zum ersten Mal an die Unterweser. Unter Trainer Peter Draisaitl absolvierte „Bomber“ 46 Spiele für die Seestädter und verabschiedete sich nach Ende der Saison mit 37 Scorerpunkten im Handgepäck erneut in DEL zu den Krefeld Pinguinen. Nach weiteren Spielzeiten in Schwenningen, Dresden, Hannover und Weisswasser kehrt Bombis nun, des Wanderns müde, zurück an den Bremerhavener Wilhelm Kaisen Platz.
Bombis imponiert durch kreatives Spiel und dem damit verbundenen exzellenten Spielaufbau. Interessant für Pinguins Coach Mike Stewart ist auch dessen Fähigkeit, sowohl als Center, wie auch als Winger eingesetzt werden zu können. Der Rechtsschütze wird auf jeden Fall für die Seestädter eine wichtige Rolle in der neuen Spielzeit übernehmen.
Natürlich fragen sich viele Experten: „Warum gerade Bremerhaven und warum gerade in dieser Situation?“. Hier findet Bombis schnell eine schlüssige Antwort: „Seit meinem Weggang 2007 ist der Kontakt nach Bremerhaven nie abgerissen. Mir haben die Bemühungen der Verantwortlichen stets gefallen und jetzt, nachdem auch ich ein wenig zur Ruhe gekommen bin, ist es für mich besonders reizvoll, für diesen Traditionsverein aufzulaufen.“ Imponiert haben ihm auch immer die Fans an der Unterweser „Also die Stimmung in Bremerhaven ist unglaublich. Als ich das erste Mal hier gespielt habe dachte ich: Das gibt’s doch gar nicht! Man hatte immer das Gefühl im Fanblock zu spielen und selbst in der Kabine war die Stimmung noch deutlich spürbar. Ich freue mich schon jetzt wahnsinnig auf diese Fans.“ Natürlich ist an Björn Bombis auch das „Gerangel“ um die Ligenzugehörigkeit der Pinguine nicht spurlos vorübergegangen. „Ich bin in dieser Woche erst aus Amerika zurückgekommen und meine erste Frage nach einem Anruf war natürlich: Was gibt es bei den Pinguinen Neues? Wenn ich ehrlich bin, so hoffe ich, dass man hier ganz schnell für Klarheit sorgen kann. Dennoch, dass möchte ich klar unterstreichen: Für mich war die Ligenzugehörigkeit zu keiner Zeit der ausschlaggebende Punkt, wobei ich natürlich lieber in der Bundesliga spielen würde.“
Apropos Amerika – neben Inline, Lesen und Surfen gehört das Reisen zu den ganz großen Leidenschaften des Heimkehrers. Zudem scheint er ein Faible für den Süden zu haben, denn anders ist es nicht zu erklären, dass er Paella zu seiner absoluten Lieblingsspeise auserkoren hat.
In der Führungsetage der Fischtown Pinguins hofft man, mit Björn Bombis einen weiteren Spieler gefunden zu haben, der Stewarts neue Strategie auch auf dem Eis untermauern kann.




















